Fair gehandelter Kaffee: Ohne Umwege vom Bauern zur Rösterei

Der Welt-Kaffehandel, ein knallhartes Geschäft, an dem viele verdienen, bevor der Kaffee beim Verbraucher ankommt. Wir schätzen den Kaffee in erster Linie als aromatisches Getränk, aber mancher Händler schätzt ihn vor allem als Spekulationsobjekt.

Wir lehnen nicht ab, dass Menschen mit ihrer Arbeit Geld verdienen, im Gegenteil. Aber wie beim Kaffee die Wertschöpfungskette aufgebaut ist, das finden wir falsch. In den traditionellen Anbau-Ländern ist Kaffee eines der Haut-Exportgüter, aber nur ein kleiner Teil des mit dem Kaffee erzielten Gewinns kommt in diesen Ländern an. Und, noch schlimmer, oft kommt davon wiederum nur ein Bruchteil bei denen an, die die eigentliche Arbeit machen: die Kaffeebauern.

Unter Preisdruck und von Unwettern bedroht: Kaffeebauer – ein harter Job

Die Bauern müssen viele Monate Arbeit in einen Kaffeestrauch investieren, bevor dieser reife Früchte trägt. Wurde die Plantage zurückgeschnitten, und der Kaffeestrauch muss erst wieder wachsen, dann kann es bis zu vier Jahren dauern, bevor der Bauer erneut ernten kann. Vier Jahre sind im Kaffeehandel eine lange Zeit, in der Preise und Nachfrage mehrfach Kapriolen schlagen können. Ausserdem können stets Umwelteinflüsse die Ernte bedrohen, vernichten sogar. Kaffeebauer – ein harter Job in der ständigen Versuchung, den Kaffee zu ernten, bevor er die beste Reife hat.

Das Internet hat die Kaffeebranche transparenter gemacht

Wir verkaufen fair gehandelten Kaffee, der den Bauern ein angemessenes Einkommen sichert und Zwischenhändler ausschliesst. Ohne Umwege vom Bauern zum Händler zur Rösterei, das ist der Weg, den der Kaffee nach unserer Vorstellung nehmen sollte. Beim Einkauf achten wir darauf, und wir sind froh, dass sich für uns als Rösterei mehr und mehr Wege auftun, fair gehandelten Kaffee zu beziehen: von Händlern, die die Bauern kennen, die die Qualität des Kaffees einschätzen können und direkt an die Röstereien liefern.

Das Internet hat die Welt kleiner und transparenter gemacht und die Wege kürzer, das ist auch in der Kaffeebranche so. Unter anderem planen wir aktuell die Zusammenarbeit mit einer jungen brasilianischen Firma, die eng mit einigen Bauern verbunden ist, Bestellungen aus Europa sammelt und einen Container mit Kaffee auf den Weg schickt, sobald eine bestimmte Menge erreicht ist. So etwas wäre noch vor wenigen Jahren kaum machbar gewesen. Heute ist es normal, mit Geschäftspartnern überall auf der Welt jederzeit reden zu können.

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