Rohkaffeebohnen jahrzehntelang lagern? Besser nicht.

„Unbeschränkt“ haltbar“, so steht es auf diesem mehr als 40 Jahre alten Beutel mit Rohkaffee, den unlängst eine Kundin vorbeibrachte. Die Dame hatte die Reste eines in dem Ende der 60er-Jahre angelegten Lebensmittelvorrats aufgelöst, dabei kam dieser

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Usego-1Kaffee mit Haltbarkeitsgarantie und Notvorrat-Etikett zum Vorschein. Eine Rarität! Wir haben den Test gemacht und eine Charge des alten Rohkaffees geröstet. Mit erstaunlichem Ergebnis.

Nach 40 Jahren kein Genuss mehr

Das gebrühte Getränk schmeckte nach all den Jahren tatsächlich noch wie Kaffee. Verkaufen würden wir diesen Kaffee allerdings nicht. Zwar war Kaffeearoma zu erkennen, aber ein Genuss – das war es nicht wirklich. Dafür ein Erlebnis: 40 Jahre alte Bohnen rösten und verarbeiten, so etwas erlebt selbst ein erfahrener Röstmeister nicht oft. Aber leider hatten die Bohnen in all den Jahren zu viele Aromastoffe verloren. Zwar werden Kaffeebohnen nicht schlecht, wenn sie korrekt gelagert sind, aber der Geschmack, mit dem Sie unsere Gaumen erfreuen, der lässt sich nicht ewig konservieren.

Konstant kühl sollte es sein, dann hält sich Kaffee lange

Sie können Rohkaffee unbedenklich lagern, auch über längere Zeit – aber eben nicht über Jahrzehnte. Wichtig ist eine konstante, möglichst kühle Temperatur und ein wenig Feuchtigkeit im Raumklima. Ein normaler Kellerraum ist in der Regel ein guter Platz, Rohkaffee zu lagern. Wie lange maximal Kaffee gelagert werden kann, darüber gehen die Expertenmeinungen auseinander. Drei Jahre, sagen die einen, fünf Jahre, sagen die anderen. Wir empfehlen Ihnen, es nicht zu übertreiben. Wenn Sie Rohkaffee kaufen, dann möglichst frisch in überschaubaren Mengen. Eine bessere Alternative ist, den Kaffee Ihrer Wahl vom Fachmann geröstet zu kaufen, zum Beispiel bei Senti.

Die Usego (Union Schweizerischer Einkaufsgesellschaft Olten) hat damals garantiert, den

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Usego-2Kaffee umzutauschen, wenn das Jute-Säckchen mit unbeschädigter Plombe zurückgegeben wird (siehe Etikett). Selbst wenn wir die Plombe nicht beschädigt hätten, wir oder unsere Kundin könnten den Kaffee heute nicht mehr zurückgeben, weil die Usego nicht mehr existiert.

Die Usego, ein Stück Schweizer Detailhandelsgeschichte

Die Usego repräsentiert ein Stück Schweizer Detailhandelsgeschichte. Der Konzern war lange Jahre die Einkaufs- und Logistikzentrale der unabhängigen Einzelhändler in der Schweiz. Fast jedes kleine Geschäft auf dem Lande bezog seine Waren über die Usego, auch den Kaffee. Nach mehreren Fusionen in den 1990er-Jahren ging die Usego schliesslich 2003 im deutschen Handelskonzern Rewe auf. Als rechtliche Einheit hörte sie 2005 auf zu existieren.

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